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Thailand Teereise – Donnerstag 25.02.2016

Nachdem Frank gestern den Teeblog geschrieben hat, konnte ich früher ins Bett und mal etwas Schlaf nachholen. Jeder hatte seine kleine Hütte, es war ruhig, urig mit einem ganz eigenen Flair

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In der Nacht es zweimal richtig geregnet, zumindest bin ich zweimal wach geworden, da in der kleinen Hütte sich der Regen anhört als wenn lauter Steine auf das Dach fallen würden. Bin aber beide male schnell wieder eingeschlafen. Am Morgen war es dann auch richtig frisch, zwar 19 Grad aber ein kühler Wind der das ganze um einiges kälter hat wirken lassen.
Zum Frühstück gab es dann Reissuppe und eine Tasse Kaffee…

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Bevor wir weiterfahren sind wir nochmal zur Kaffeefabrik gefahren und dort zu sehen wenn man was richtig passiert.
Das Becken in dem die Kaffeekirschen über Nacht im Wasser gelegen hatten, wurde gerade geleert

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und die fermentierten Kaffeebohnen fallen nach unten in ein Rad wo das Fruchtfleisch abgelöst wird.

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Das Fruchtfleisch wird weg gewaschen und wandert über Rohre auf den Kompost.
Aber nicht überall wird es entsorgt, manche Kaffeebauern machen daraus einen Tee,
den so genannten „Cascara“ Tee, ein wohlschmeckender sehr Fruchtig schmeckender Tee.
Wir werden uns mal Muster schicken lassen, vielleicht ist es ja was für uns.

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Die so geschälten Kaffeebohnen werden zur anderen Seite ausgewaschen, diese müssen jetzt noch getrocknet werden

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So, jetzt wollen wir aber noch sehen, wo unsere Teeblüten und Teeblätter herkommen.
Das Feld dafür liegt auf unserem Weg.

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Wie auch bei den Teepflanzern, werden hier auch die Setzlinge in einem Aufzuchtsfeld herangezogen. Jedoch im Gegensatz zum Tee verwendet man bei Kaffeepflanzen die Samen zur Aufzucht.

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So ein Kaffeebaum kann schön viele Kaffeekirschen haben.

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Wenn die Teeblüten kurz vor dem welken und abfallen sind, dann ist die richtige Zeit für das aufwendige Pflücken der Blüten. Es muss schon ein Ansatz der Kaffeekirsche da sein bevor sie geerntet werden kann.  Diese Zeitfenster umfasst nur ca. 2-3 Tage….
Schade als wir hier angekommen sind, haben wir das Zeitfenster kurz verpasst, aber man sieht an den Ästen die bereits vorhandenen Ansätze der Kaffeekirschen.

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Von hier kommen auch unser Kaffeeblätter, diese sind nicht die großen des Kaffeebaums, sondern die zarten hellgrünen Triebe werden hierfür geerntet.

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Wir setzten unsere Fahrt nach Chiang Mai fort, machen aber auf dem Weg noch einen Abstecher in ein Dorf, von wo unser 100 Jahre Oolongtee herkommt. Dieses Dorf liegt ca. 1 Stunde weit weg von der Hauptstraße und schlängelt sich bis auf 1000 m hoch.

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Zwischen drin fragen wir mal nach den Weg, denn Jürgen Wittmann war bisher auch noch nicht dort.

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Als wir angekommen sind empfing uns gleich einer von der Familie aus Mae Salong, wo wir ganz am Anfang waren. Die Felder gehören seinem Vater zu 50 % und 50% dem Dorf.
Zu unserer Überraschung fand gerade eine Hochzeit statt, zu der wir eingeladen wurden und auch gleich zum essen. Wer eine Reise macht der kann was erleben……..

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Nach dem Essen mussten wir aber aufbrechen, wir möchten ja noch die alten Teebäume sehen, von denen uns schon in Mae Salong erzählt wurde. Wieder auf der Ladefläche eines Pickup  ging es ins Feld.

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Und jetzt kam für uns eine große Überraschung, besonders für mich. Es sieht aus wie in Yunnan, es sind wirklich ganz wild wachsende Teebäume die Teils mehrere Meter hoch sind und auch genauso aussehen wie in Yunnan die Pu Erh Bäume.

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Hier lebt auch noch die Urbevölkerung teilweise wie früher in den traditionellen Häusern.

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Hier steht auch der erste Teebaum, der ein Spielgerät für Kinder ist. Einfache Autoreifen machen ihn zur Schaukel.

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Die Teebäume stehen hier auf einer Fläche von mehreren hundert Ha wild da und keiner weiß wirklich wie alt sie sind, denn schon beim Großvater waren die Bäume da. Also mindestens über 100 Jahre, wenn ich den Wuchs so vergleiche mit Yunnan, könnten einige auch 300 Jahre alt sein.
Von hier kommt unser 100 Jahre Oolongtee , die Blätter werden hier gepflückt und dann nach Mae Salong gebracht wo sie verarbeitet werden.

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Es ist auch ein Teebaum mit großen Teeblättern, genau wie in Yunnan

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Zurück im Dorf zeigt man uns noch die Produktionsstätte für Ihren Pu Erh Tee….
Vorher liegt noch ein großer Haufen großer Teeblätter da, hier erfahren wir, daß es sich um Rückschnitt Material handelt. Dies wird nicht weggeworfen sondern von großen Firmen günstig aufgekauft um Sie für z.B. Ice Tea Herstellung zu verwenden.

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Und jetzt kommt der Hammer, wir erfahren daß Chinesen aus Yunnan hier im Jahr 50 Tonnen Tee einkaufen, der aber ganz bestimmt hergestellt werden muss. Erst welken, dann in den Pfannen rösten, die mit Holz befeuert werden.

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Anschließend von Hand geknetet und dann in der Sonne getrocknet…
Das ist Pu Erh Tee traditionelle Herstellung….
Sie wollen aber die lose Ware, denn in Yunnan wird  der Tee dann zu Fladen gepresst und kann als Pu Erh Tee aus Yunnan verkauft werden……… Was soll ich dazu noch sagen…..

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Der Geschmackstest ist eindeutig, junger Pu Erh Tee.

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Für uns wird es Zeit, wir haben noch 4 Std. Autofahrt vor uns nach Chiang Mai.
Von einem Aussichtspunkt auf der Fahrt vom Dorf bewundern wir nochmal die beeindruckende Landschaft.

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Gegen Abend sind wir dann in der Quirligen Stadt angekommen

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Mein kleines hübsches Zimmer in einen Boutique Gasthouse mitten in der Stadt.

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Inzwischen tut mir schon der Nacken weh, denn in dem Zimmer gibt es keinen Schreibtisch, so sitze ich an einem halbhohen Schrank auf dem kleinen Tisch den ich rangeschoben hab. Der Stuhl war viel zu niedrig.
Meine Uhr zeigt sagt halb zwei in der Nacht.
Also gute Nacht liebe Teefreunde
Ihr Teefreak Werner Merten der jetzt auch weiß wie Kaffee gemacht wird.

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